Freising hat ein Problem: Es liegt nicht am Rhein. Und ebendieses Problem sorgt jedes Jahr nur für gemischte Faschingsgefühle. Die Freisinger wollen nicht so recht Fasching feiern und von Umzügen kann man in Freising auch nur träumen. Dazu gibts dann immer am Faschingsdienstag ein paar Essens- und Getränkestände und einen DJ der stundenlang längst untergegangene Faschingshits durch die Anlage scheppern lässt.
Doch halt! So wars dieses Jahr doch gar nicht. Freising liegt immer noch nicht am Rhein, soviel steht fest aber die Stimmung ist dieses Jahr den Kölnern deutlich nähergekommen. Die Freisinger Wirte haben sich wieder zusammengetan und ein Nachmittags- und Abendprogramm zusammengestellt, das sich gewaschen hat.
Der Marienplatz wurde komplett umrundet von vielen Ständen, die so ziemlich alles angeboten haben was den Narren oder die Prinzessin begehrt. Mehrere Essens- und Getränkestände, eine überdachte Bühne mit Lightshow und großer Anlage und ein Partyzelt des Club Orange mit eigenem DJ gab es direkt im Herzen der Stadt vorzufinden.
Noch dazu spielte auch das Wetter größtenteils mit und so wurde den Nachmittag über bei Sonnenschein gefeiert. Nur der Abend wurde von einigen Regentropfen durchsetzt.
Mit diesen guten Voraussetzungen startete das Faschingsangebot ab 14 Uhr. DJ Robby, bekannt aus dem ehemaligen Franklins packte seine Stimmungskracher aus und ließ nichts aus um seine Zuhörer den vollen Fasching reinzudrücken.

Unterbrochen wurde diese Party in Regelmäßigen Abständen von Darbietungen unterschiedlicher Künstler.
Den Anfang machte die Kinderprinzengarde zusammen mit dem Kinderprinzenpaar. Der Marsch und der Walzer dieser Truppe war vielleicht von ein paar Unsicherheiten geprägt aber das Publikum war begeistert und applaudierte den kleinen Narren.
Die nächste Unterbrechung war dann schon die erwachsene Garde. Ebenfalls mit deren Marsch und viel Gestampfe sorgten sie für wahre Begeisterungsstürme. Respekt an die Truppe und das Prinzenpaar. Hier merkt man wirklich, dass in der Choreographie viel Mühe und Arbeit steckt. Weiter so !
Nachdem sich die Narhalla Freising in Richtung Luitpoldhalle verabschiedet hat trat eine Sambagruppe auf die Bühne und sorgte für einen ordentlichen Rumms. Das Team um Roman Seehon bewies wieviel Spaß die brasilianische Musik machen kann und heizte dem durchgefrorenen Publikum ein. Von kleinen Handtrommeln, bis zu den großen Umhängetrommeln war alles geboten. Toller Sound, schade, dass die Truppe so selten zu sehen ist.
Was darf an Fasching auf keinen Fall fehlen? Richtig: Ein Clown. Diesen Part übernahm wieder der routinierte Gregor Gravity, der bereits viele Male für begeisterte Kindergesichter gesorgt hat. Mit seinen Jonglierkünsten, dem Einradfahren und witzigen Einlagen zauberte er so manchen Kind ein Lächeln auf die Lippen.
Nicht nur Kinder begeisterte er dann vor allem mit seiner Feuershow. Gekonnt präsentierte er in der Dunkelheit dem Publikum seine Feuerspiele und jonglierte mit brennenden Fackeln oder spie Feuer. Toller Anblick!
Vor der Feuershow bekamen die Freisinger noch Besuch von der Zollinger Garde, die allerdings nur für einen Marsch auf die Bühne kamen. Danach waren auch sie wieder verschwunden.
Den Abschluss des Faschingsdienstags konnte man dann entweder im Orangezelt feiern oder für die Fans der Rockmusik spielten die Jumping Jacks die ganzen Hits der Rolling Stones und polierten diese stilecht wieder auf. Trotz widriger Temperaturen genossen noch einige Zuhörer diese musikalische Darbietung.
Im Vergleich zu manchen vorhergegangenen Jahren war es den Wirten dieses Jahr wirklich gelungen einen tollen Nachmittag zu organisieren, der sowohl für die Kleinen als auch die Großen viel Unterhaltung bot.
Text von loermi