Das alljährliche Nordbeat Festival des Jugendzentrum Gleis 1 lockte auch dieses Jahr freisings Freunde der harten Musik aus ihren Verstecken um mal wieder richtig die Sau raus zu lassen.
Beginnen sollte der Abend mit altbekannten Freunden.
Far From The Surface gaben sich das erste Mal die Ehre. Die ehemaligen Mitglieder von Postmortem Silence in ihrer bisherigen Formation, abgesehn vom neuen Gitarristen David Nitzl, mit gewohnt sicherem Auftritt und neuer Musik. Überzeugen konnten die Jungs damit auf jeden Fall, auch wenn aufgrund einer vergleichsweise kurzen Probezeit der eine oder andere Song nicht hundert Prozentig saß. Gestört hat das wohl niemanden, was der für die erste Band ungewöhnlich aktive Moshpit bewies. Auf jeden Fall kann man sich ab jetzt wieder auf weitere Konzerte der Jungs freuen.
Die nächsten Krachmacher sollten die Jungs von
Spread the Plague werden, die das inzwischen ziemlich vollzählige Publikum in Bewegung brachten. Deathcore mit Breakdowns, Blastbeats und wahnsinnigen Snare-Blasts zauberte dem Publikum Grinsen in die Gesichter und Bewergung in die Körper. Dementpsrechend war die Stimmung sehr gut, wenn auch in einigen Gesichtern leichte Verwirrung bzw. Verunsicherung aufgrund der radikalen Abwechslung in den Songs zu sehen war. Alles in allem dürften sich die Jungs von STP in Lohhof willkommen und wohl gefühlt haben. Das gleiche lässt sich auch über das Publikum im Zusammenhang mit der Beschallung durch die Band sagen.
[Text von DiStickStoffMono0xid]Als nächsten gaben sich die 5 Jungs von
Placenta die Ehre. Eine geballte Mischung aus Deathcore und einer klasse Show brachte die leider kleiner gewordene Menschenmenge wieder in Stimmung. Der Co-Headliner des Core-Tages des Nordbeatfestivals 2010 war eher der Überraschungsact und kam bei vielen sehr gut an. Dies sah man natürlich auch an der Beteiligung am Pit. Somit wären die Jungs immer wieder in der Umgebung erwünscht. Jedoch touren sie eigentlich in ganz Deutschland. Alles in allem eine überkrasse Show mit richtig guten Breakdowns und Deathcore-Parts.
Zu guter Letzt sprang dann noch der Headliner aus England auf die Bühne. Für einen Gig kamen sie jetzt nach Lohhof, um vor einer kleinen Anzahl an Interessierten ihre Musik zum Besten zu geben.
This is Colour gehen genretechnisch in die Richtung Hardcore mit sehr verzwicken und aus der Reihe fallenden Parts. Die Jungs hatten zumindest auf der Bühne ihren Spaß – zumal der Sänger auf einmal mit einem Art Ausdruckstanz zu der Musik abging. Fazit: sehr abwechslungsreicher Stil, aber keine wirklich überzeugende Show.
[Text von Dpäddü]