Wie gewohnt wurde das Gelände rund um den Vöttinger Weiher schon bereits einen Tag vor dem offiziellen Festivalbegin eingeweiht, dieses Jahr durch den österreichischen Liedermacher Wolfgang Ambros . Damit setzte sich der Trend durch, am Tag vor dem Festival ein Kontrastprogramm zu den nachfolgenden Tagen aufzustellen, bei dem auch die Zielgruppe eine gänzlich andere ist.
Einen weiten Trend scheint auch Petrus aufrecht erhalten zu wollen: Regen an jedem Open-Air Tag des Jahres. Hatte die Woche für alle PLUS-Fans noch hoffnungsvoll begonnen, so kam gestern die bittere Erkenntnis, dass wohl auch das Vöttinger Weiher Open-Air nicht vom miesen Wetter verschont bleiben wird.
Gewappnet mit Regenschirmen und Allwetter-Kleidung hatten sich zahlreiche Fans aus dem Umkreis auf den Weg zum Vöttinger Weiher gemacht, um den legendären Wolfgang Ambros live zu erleben.
Während bei der jüngeren Generation das Wissen über den Österreicher bei seinem Hit „Schifoan“ anfängt, jedoch mit selbigem schon wieder endet, konnte sich das gestern anwesende Publikum auch für seine zahlreichen weiteren Hits und musikalischen Meilensteine begeistern.
Als Vorband war Anna Katharina engagiert worden, welche einigen vielleicht als Geigerin der Band Schandmaul bekannt ist. Mit Werken aus ihrem Soloalbum, in dem sie Stilelemente aus nahezu allen denkbaren Genren zusammenführt, stimmte sie die Menge auf den Konzertabend ein.
Zusammen mit seiner Band „die No. One vom Wienerwald“ betrat schließlich Wolfgang Ambros die Bühne und stieß bereits zu Beginn des Konzerts mit dem Versprechen ausschließlich alte Stücke zu spielen auf große Begeisterung. Mit „Hofa“ und „I drah zua“ präsentierte er daraufhin zwei seiner ersten großen Hits, mit denen er 1970 in der österreichischen Hitparade, danach auch in Deutschland seinen Aufstieg begann.
Obwohl seit dieser Zeit 40 Bühnenjahre vergangen sind, legt der Österreicher, welcher bereits mehrfach mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde, immer noch mit demselben „Schmäh“ und derselben Stimmgewalt eine unvergleichliche Performance dar.
Der Miterfinder des Watzmanns überzeugte aber auch durch seine sympathische Art, die durch den Dialekt der ihn so berühmt machte, besonders stark zur Geltung kommt.
Das gelungene Konzert, welches viele Besucher die anhaltenden leichten Regenschauer vergessen ließ, wurde mit der Zugabe „Schifoan“ abgerundet, welche sich Ambros als Schmankerl für den Schluss aufsparte.
Text von m|A|tthi|A|s