Etwas traurig ist man schon, wenn man davon hört, dass eine der Partyserien mit der man quasi aufgewachsen ist das zeitliche segnen soll. Dies ist schließlich meine 14. Reviewbeteiligung hier auf FSL bei einer
Radio Libido Party im Lindenkeller und nicht zuletzt das 30. Libido Review auf FSL überhaupt. Man kann also doch behaupten, dass man mit dieser Partyserie zusammengewachsen ist und sich dort irgendwie zuhause fühlt. Also ging ich an den letzten Abend mit sehr gemischten Gefühlen heran.
Einerseits war ich froh über die positive Resonanz, weil ich wusste, dass die letzten
Libidos nicht mehr gut gelaufen sind. Das Publikum fehlte einfach. Und das benötigt ein Veranstalter schließlich um seine Kosten zu decken. Und am Ende bleibt nun ja auch Raum für ein neues Konzept. Andererseits war ich wie oben erwähnt auch relativ traurig, dass dies wirklich die letzte
Libido sein sollte.
Hinwegtrösten konnte man sich allerdings mit dem Ausblick auf einen grandiosen Abend. Denn das Line-Up wusste durchaus zu überzeugen. Zum Warming-Up holte man sich das Duo
Holzmann & Shmyzu in das Unterhaus, beide in Freising durchaus bekannt durch ettliche Gigs im Doppelzimmer und Ivy. Sie ließen sich sogar dazu bewegen von ihrem üblichen Sound ein wenig abzuweichen und etwas Libidöser aufzulegen. Dennoch wirkte ihr Set, als würden sie nie etwas anderes auflegen und zog auch die ersten Partygäste auf den Dancefloor.

Nachdem schon die ersten voreiligen Vermutungen aufgestellt wurden, dass es wieder nicht so voll werden würde, kam es dann um die Geisterstunde doch zu dem, was sich alle für das letzte Fest erhofft hatten. Ein ordentlicher Schwung an Gästen strömte in das Unterhaus und war regelrecht feiergeil. Es war also höchste Zeit den Mainact auf die Bühne zu holen, die
Sexinvaders aus Berlin. Die beiden sind berüchtigt dafür zu wissen, wie man wirklich Party macht. Ihren Namen tragen die beiden wohl deshalb, weil sie mit einer Invasion aus hartem Elektro-House das anwesende Publikum sowas von "herficken", dass dieses ebenso vor Schweiß tropfte, wie die Protagonisten selbst. Kein Wunder also, dass zeitweise kein Unterschied zwischen Dancefloor und Bühne zu erkennen war. So viel wie in diesen Stunden musste das berühmte
Noise-Level DJ-Pult sicherlich noch nie einstecken. Musikalisch und showtechnisch ein Spektakel, welches man wohl selten so erleben darf.

Nach dem Mainact meint man ja meistens „jetz geht eh nix mehr“ und die Power wird langsam rausgefahren. Aber denkste,
Masaje und Überraschungsgast
Digitate stiegen nahtlos dort ein, wo die
Sexinvaders aufgehört hatten. Und so gab es weiterhin knalligen Sound auf die Ohren bis zum bitteren Ende. Die beiden Ravensburger wussten durchaus wie man die heiligen Hallen bei Laune hält und so blieb die Party richtig steil, bis das Licht anging. So viele Leute die wirklich bis zum Schluss geblieben sind sah man sonst nur selten.

Dies war eine Libido die man sich in sehr guter Erinnerung halten wird. Ein wahrlich rauschendes Fest, wie es sich für eine ordentliche
Radio Libido Party gehört.
Zu guter Letzt bleibt nur zu sagen:
Bye bye Radio Libido! Danke lieber Michi, danke lieber Marco, für eure Mühen in Freising so dicke Partys aufzuziehen. Danke für die vielen Abenden in meinem Lieblingstanztempel. Danke für die vielen spaßigen Momente, die ich dort erleben durfte. Danke für die geilen Acts, wie den
Acidkids,
Lady Waks,
Northern Lite DJ Team,
Marten Hörger,
Ursula 1000,
Mixhell, uvm. Danke für alles!

Man darf allerdings gespannt sein, was sich die Party-Masterminds als nächstes einfallen lassen um für Ersatz zu sorgen. Es wurde ja inzwischen schon mehrfach angekündigt, dass die Köpfe schon rauchen...
Höhepunkte:Acidkids:
Lady Waks:
Mixhell:
Ursula 1000:
Krafty Kuts:
And many more!Links:http://www.myspace.com/thesexinvadersdjshttp://www.myspace.com/djmasajehttp://www.myspace.com/holzmannundshmyzuhttp://www.youtube.com/watch?v=TEInqiN7S6kText von DaManu