Nach über 1,5 Jahren holte die Moon-Motion Crew Drum‘n‘Bass wieder nach Freising. Einigen mag die Moon-Motion Crew lediglich durch Auftritte als VJ's bei den Libido's und Pornstars im Lindenkeller bekannt sein, doch hinter dem Namen verbirgt sich Einiges mehr: Hier wird auch dicker Sound auf's Parkett gescheppert. In Freising wurden früher vermehrt Partys von dem Team, welches auch DJ's mit einschließt, veranstaltet. So war es höchste Zeit, sich mal wieder in der Heimatstadt blicken zu lassen und eben auch mal den neuesten Club der Stadt, das Lumen, anzutesten. Für viele Partywillige steht, wie man auch aus den Foren der Sozialen Netzwerke der Umgebung erkennen konnte, das Lumen noch unter einem großen Fragezeichen. Vielleicht hielt dies einige davon ab überhaupt zu erscheinen, oder es war doch das hereinbrechende Schneechaos schuld, aber im Nachhinein hat man es sicher bereut nicht vor Ort gewesen zu sein.
Bereits beim Betreten wurde klar, dass eine bessere Stimmung herrscht, wie bei Partys, die der ein oder andere bisher im Lumen besucht hatte. Sicherlich ein großer Kritikpunkt bei früheren Veranstaltungen, die ich im Vorfeld besucht hatte um die neue Location auszuchecken, war schlicht und ergreifend, dass es in dieser sehr coolen Location wohl noch etwas Zeit brauchte, bis man sich eingespielt hatte und den großen Andrang an die längste Bar Bayerns bewältigen konnte. Sollte dann aber ein gemäßigtes Publikum erscheinen, wie an jenem Freitag, erhielt ich meine Drinks immer prompt. Ich bin mir sicher, dass sich das in Zukunft noch weiter verbessern wird, erst recht, weil auf der doch sehr umfangreichen Getränkekarte extra darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine Vorläufige handelt. Zum Lumen an sich bleibt nur zu sagen, dass das Ambiente und die Atmosphäre durchaus zum ausgelassenen Feiern einladen. Der Laden hat somit sicherlich potential zum aufgehenden Stern am Freisinger Party-Himmel. Wie dem auch sei, an diesem Abend gab es keinerlei Kritikpunkte.

Auch zur Party selbst kann man eigentlich nur in allen Belangen Positives berichten. Ein erster Wow-Effekt waren zwei Beamer, die über der "Tanzarea" auf der vielleicht rustikalsten und ältesten Leinwand der Welt für etwas Farbe und gutes Gemüt sorgten. So wurde das Werk der VJ's direkt auf das alte Gemäuer der Schlüter-Hallen projiziert, während die DJ's Clear/Cut, Crossie & Rob Reece im Wechsel immer mehr mit dem Tanzvirus ansteckten. Sobald sich die Ersten auf die Tanzfläche wagten, füllte sich diese ziemlich flott mit dem Großteil der Anwesenden. Der sehr gut gemixte Drum and Bass Sound wummerte wie nicht anders zu erwarten in die Blutbahnen und fühlte sich nicht so abgehört an, wie der typische Club-Sound, den man inzwischen in Freising auf die Ohren bekommt. Somit also durchaus für jemanden zu empfehlen, der Abwechslung im Bereich der elektronischen Musik sucht. Bleibt nur zu hoffen, dass man in Zukunft wieder öfters Drum and Bass in der Heimat auf die Ohren bekommt.
Bis um 4 Uhr konnte man die Party ausgelassen genießen. Leider ging dann die Musik aus und das Licht an, was zu dieser Uhrzeit erst einmal für Verwirrung sorgte, angesichts der noch anwesenden Gäste aber auch nicht verwunderlich war. Schließlich wurde das Feld schnell geräumt. Negativ ist dies allerdings nicht. Im Gegenteil, man sollte aufhören wenn´s am schönsten ist!
Links:http://www.moon-motion.de/http://www.lumen-freising.de/Text von keco