Was sagen uns folgende Stichpunkte: Fliegende lange Haare, rhythmisch zuckende Köpfe und ein leichtes Ohrensausen am nächsten Tag? Ganz genau, es muss sich wohl um ein Konzert der etwas härteren Musiksparten handeln. Wenn man nun den Freising-Faktor mit einfließen lässt, dann dürfen gewisse Bands an solchen Abenden nicht fehlen. Da immer Freising auch ein wenig langweilig werden könnte, fanden sich gestern einige dieser Bands und natürlich folglich auch Freisinger Anhänger der selben im Münchner Titanic City ein, um dort das Weihnachtsfest etwas weniger besinnlich und ruhig zu zelebrieren.
Den Beginn des Abends machten
Prefume, die in gewohnter Weise sofort richtig schön druckvoll durchstarteten und sogleich das (noch etwas müde) Publikum anheizten und zu den ersten Bewegungen und Kopfschütteln animierten. So konnten die Münchner Death/Trash-Metaller von
Dying Disciple im Anschluss nahtlos anknüpfen und lieferten einen schön lauten, zum Bangen ansteckenden Gig, wie man an den im Bereich vor der Bühne durch die Luft wirbelnden langen Haaren ablesen konnte.
Sechs Bands sollten gestern auftreten – ein prall gefüllter Konzertabend also, der als nächstes von
Hokum bestritten wurde und somit wieder mehr der Freisinger unter den Konzertbesuchern zum Bangen vor die Bühne lockte, wo sie auch gleich bleiben konnten, denn zur Halbzeit des Abends ging es sogleich mit den nächsten Freisingern weiter. Die
FreeKingFlakes fielen zwar rein musikalisch ein wenig etwas aus dem Rahmen, wenn man ihren Sound mit dem Sound der restlichen Bands vergleicht – dies machte allerdings nichts aus, denn auch die Death- und Trashmetaller im Titanic City danken ihnen ihre wie immer wundervoll energische Bühnenshow und den druckvollen Sound mit begeistertem Applaus. Auch nicht weniger energisch, aber wieder eher zu den oben erwähnten Musikstilen passend traten als nächstes
Rapture auf, wegen denen wohl die meisten Freisinger den Weg nach München angetreten waren, wenn man einfach die Anzahl der zu sichtenden Rapture-T-Shirts bedachte. Mit sympathischem Auftreten und dem harten, lauten Sound verwandelte sich der vordere Publikumsbereich in ein Meer aus Haaren und die Stimmung an diesem Abend erreichte ihren Höhepunkt, weswegen es meiner bescheidenen Meinung nach etwas glücklicher gewesen wäre,
Rapture als letzte Band an diesem Abend spielen zu lassen, denn die darauf als Headliner folgenden
Banner of Wrath schafften es leider nicht ganz, die tolle Stimmung von zuvor beizubehalten. Der etwas unmotiviert wirkende Metal mit einer manchmal ein wenig schief klingenden Geige traf meinen Geschmack nicht unbedingt auf den Punkt. So machten wir uns so langsam auf den Heimweg und ließen die Fans der Band, denen ihr Auftritt sichtlich gut gefiel, in Ruhe weiterfeiern.
Text von x_ception